Waren aus China

Waren aus China
Die Wirtschaft Chinas hat sich seit 1978 nach Plänen der chinesischen Zentralregierung kontinuierlich weiterentwickelt. Deng Xiao Ping zeichnete verantwortlich dafür, einen Reformkurs durchzusetzten. In China kam es immer wieder zu großen Hungersnöten, wie die Hungerskatastrophe zwischen 1959 und 1961, mit über 45 Millionen Toten. Ausgelöst wurde die Hungersnot durch Maos Pläne aus China eine Industrienation zu machen, die es mit westlichen Ländern aufnehmen sollte. Dazu sollte beispielsweise die Stahlproduktion ausgebaut werden, große Staudämme und Bewässerungsprojekte wurden in Bau gegeben. Die Landbevölkerung war im Zeichen des „großen Sprungs“ angehalten, diese Arbeiten zu übernehmen. Für die uberlebensnotwendige Bestellung der Felder blieb keine Zeit mehr.
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Alle Industrien sollten dem Ruf des Wettbewerbs mit den westlichen Ländern folgen. Fabriken entstanden in ländlichen Regionen, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt waren. Waren aus China, wie Getreide wurde nicht für die notleidende Bevölkerung im Lande behalten, sondern vorwiegend in die Sowjetunion exportiert, um damit die Materialkosten zu begleichen, die für den Aufbau der Industrieanlagen angefallen waren. Viele Menschen bettelten um Getreide. In vielen Dörfern starben bis zu 75% der Bevölkerung. Die Hungersnot konnte jahrzentelang geheim gehalten werden. Wirksame Strategien unter der Führung Maos führten dazu, dass in enfernteren Gegenden dieses großen Landes nichts von der Not der Bevölkerung nach außen drang. Die Menschen verbargen die Leichen, um weiterhin Lebensmittelrationen zu erhalten oder aßen aus Verzweiflung Menschenfleisch. Bis zu 40 % des chinesischen Wohnraums wurden zerstört und 2,5 Millionene Menschen wurden ermordet. Weitere Hungersnöte zu verhindern war das vorgegebene Ziel Deng Xiao Pings. Marktwirtschaft im Kleinen hielt bei den Bauern Einzug, die überproduzierte Waren mit persönlichem Gewinn weiterverkaufen konnte. Aufgelöst wurden die Zwangskommunen zu Gunsten der althergebrachten Dorfgemeinschaften. In einigen Teilen des Landes entstanden Sonderwirtschaftszonen, in denen die Steuern beispielweise niedriger waren. Dies sollte auch ausländische Investoren anlocken, die zur Auflage bekamen, innerhalb dieser Zonen mit den chinesischen Behörden zusammenzuarbeiten. Dies führte dazu, dass in China investiert und produziert wurde. Dabei blieb es nicht. Anstatt sich mit der Ansiedlung ausländischer Investoren und deren Devisen zufrieden zu geben, verstand China es, sich mit der Technik vertraut zu machen, sodass sie später in der Lage waren, selber Waren und Verbrauchsgüter für ihr Land herzustellen. Im Zuge der Entwicklung der Technik stellte China über Stipendien für Stundenten im Ausland sicher, dass technische Errungenschaften des Westens in das Land gebracht wurde und das Bildungsniveau anstieg. Dies war der Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs Chinas bis in die heutige Zeit. Hauptsächlich entlang der Süd- und Ostküste entwickelten sich aufstrebende Handels und Industriestädte, wie Shanghai als Stadt mit den meisten westlichen Ausländern und den meisten ausländischen Unternehmen und, um der steigenden Infrastruktur gerecht zu werden, dem größten Hafen des Landes. Shenzhen, südchinesische Metropole mit fast 9 Millionen Einwohner, zählt heute zu den Indurstriemetropolen Chinas, aufgebaut aus einem Fischerdorf am Perlfluss und Peking seit den olympischen Spielen 2008 vielen Menschen unter ihrem heutigen Namen Beijing bekannt, als größte und bekannteste Stadt Chinas. China ist heute das bevölkerungsreichste Land der Welt mit einem stabilen Bevölkerungswachstum. China besitzt die meisten Devisen- Reserven der Welt und hat sogar Deutschland als Exportweltmeister abgelöst. Die Urbanisierung schreitet voran. Viele Menschen aus den ländlichen Provinzen, die weiterhin in ärmsten Verhältnissen leben, versuchen mit dem Verkauf ihrer bescheidenen landwirtschaftlichen Produkte zu überleben. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst während des wirtschaftlichen Booms Chinas. Ein fünf Jahres Plan sieht vor, dass in den kommenden Jahren mehr als 100 Millionen Menschen vom Land in die Stadt ziehen sollen. Damit soll die Volkswirtschaft unterstützt werden. Jeder soll vom Wirtschaftswunder China profitieren und dieses unterstützen können. Da jedoch heute schon große Städte aus allen Nähten platzen und die Infrastruktur vor dem Kollaps steht, werden Städte auf dem Land errichtet. Umsiedlungen kennen die Chinesen aus leidvoller Erfahrung, etwa als es darum ging die gestiegenen Energieressourcen sicherzustellen und der drei Schluchten Staudamm errichtet wurde, erfolgten und erfolgen zahlreiche Zwangsumsiedlungen, die oft durch gewaltsames Vorgehen geprägt sind. 1,3 Millionen Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Heute prägen Wanderarbeiter das Bild Chinas. Schätzungsweise bis zu 230 Millionen Arbeiter verlassen jährlich die armen Provinzen Westchinas, um in den Metropolen Arbeit zu finden. Die Verdienstmöglichkeiten sind mit 2000 Euro pro Jahr gering, gemessen an westlichen Maßstäben, bedeutet dies für die Arbeiter aber ihre Familien finanziell unterstützen zu können. Die Unterkünfte der Arbeiter lassen jeglichen Komfort vermissen: sie schlafen in den Straßen in sogenannten Schlafkäfigen, Verschläge aus Holz oder Metall nicht größer als 4 Quadratmeter, da sie sich die horrenden Mieten nicht leisten können oder in noch nicht fertiggestellten Häusern. Gesundheitsgefährdende Arbeiten stehen an der Tagesordnung. Unbezahlte Überstunden, Umgang mit gefährlichen Chemikalien in der Textil und Spielzeugindustrie ohne entsprechenden Schutzkleidungen. In China ansässige deutsche Firmen unterstützen diese schlechten Arbeitsbedingungen, um die Fertigungskosten gering zu halten. All dies machte China zum Exportweltmeister. Wer kennt sie nicht oder hat keine Waren aus China zuhause stehen? China hat es geschafft viele Handelspartner für ihre Produkte zu finden. Firmen verlegen ihre Produktionsstätten in Regionen, in denen auf Grund fehlender Gesetzte Waren ohne die Einhaltung bestimmter Umweltbestimmungen und Arbeitsschutzmaßnahmen um ein vielfaches billiger produziert werden können. Die zusätzlichen geringeren Lohnkosten machen die Waren für den Export respektive für den Import aus China interessant. Aber auch im Reich der Mitte findet, wenn auch auf Druck der Öffentlichkeit ein Umdenken statt. In Qidong verhinderten Schätzungen zufolge 50.000 Menschen, dass Abwässer aus einer Papierfabrik ungefiltert ins chinesische Meer abgelasssen wurden. Oft fehlt es an Qualitätskontrollen, so dass gerade Spielsachen oder auch Elektroartikel mit einem nicht unerheblichen Qualitätamangel und Gefahr für die Gesundheit des Verbrauchers belastet sind. Jedoch nahm die Qualität der Waren in den letzten Jahren trotzdem zu. Eigene Qualitäts- und Warenkontrollen können das Risiko der Verbrauchergefährdung senken, lassen den Warenpreis aber umgekehrt steigen, was auf den Verbraucher umgelegt wird. China holt im Punkt Qualität auf, wie die boomende Autoindustrie zeigt. Die Automobilbranche wächst nicht nur rasant, sondern die Autos werden sicherer und effizienter. Es bleibt zu vermuten, dass sich chinesische Autos auch bald in Deutschland und in Europa wiederfinden. Zusammenfassend lässt sich festhalten: China ist heute der drittwichstigste Handelspartner Deutschlands, in China sind nach wie vor deutsche Maschinen und Automobile sehr gefragt, waren in den 1970er Jahren unter den Importen Chinas Nahrungsmittel an erster Stelle neben Textilien, Bekleidungen und Spielwaren beispielsweise, lässt sich heute ein Hang zu technisch hochwertigeren Produkten, wie Waren aus der Telekommunikation und Unterhaltungselektronik verzeichnen. Aber auch die Schuldenkrise in Europa ist nicht ganz folgenlos an China vorbeigegangen: sinkende Absatzmärkte, die Gewinne der Stahlindustrie brachen in den letzten Monate um über 90 % ein. Hinzu kommen steigende Löhne und Gehälter, was den Standort für westliche Firmen unattraktiver macht. Es bleibt abzuwarten, wie und ob es China gelingt ausländische Investoren zu halten und die europäische Schuldenkrise zu überstehen.

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